Hafentag in Köln
Köln, September 2026: Beim diesjährigen Hafentag am 5. September konnten zahlreiche Besucher erleben, wie sich der Deutzer Hafen verändert und mit Projektbeteiligten ins Gespräch kommen. Für Inros Lackner war Projektleiter Martin Busse vor Ort und informierte über das Mobilitätskonzept und die verkehrlichen Untersuchungen für das künftige Quartier mit rund 3.000 Wohneinheiten und 6.000 Arbeitsplätzen – mit Kitas, einer Grundschule, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangeboten und Parks.
Es gab viele Fragen: Wo kann ich mein Fahrrad abstellen? Gibt es Tiefgaragen? Warum fährt die Stadtbahn nicht bis ins Quartier? Was zeigen die Verkehrsuntersuchungen? Und wie verändert sich der Verkehr im Umfeld? Hinter manchen Fragen stehen konkrete Erwartungen, hinter anderen auch Skepsis oder die Sorge vor Veränderungen. Öffentlichkeitsbeteiligung ist deshalb weit mehr als Information: Sie schafft Raum für Fragen und unterschiedliche Perspektiven und ermöglicht es, Anliegen frühzeitig aufzunehmen und in die weitere Planung einzubeziehen.
Martin Busse begleitet diesen Dialog gemeinsam mit Stefanie Pollok, Standortleiterin in Wülfrath, bereits seit vielen Jahren. Seit 2017 begleiten sie die Entwicklung des Deutzer Hafens – zunächst als RK GmbH, heute als Inros Lackner SE. Im Auftrag der moderne stadt GmbH wurden das Mobilitätskonzept sowie Verkehrsuntersuchungen für den Infrastruktur-Bebauungsplan und den Teilbebauungsplan A erarbeitet. Aktuell wird die Verkehrsuntersuchung für den Teilbebauungsplan B durchgeführt.
Mithilfe makroskopischer Verkehrsmodelle werden unterschiedliche Entwicklungs- und Planungsszenarien untersucht. Leistungsfähigkeitsnachweise nach HBS und mikroskopische Verkehrssimulationen zeigen die Auswirkungen auf das bestehende Straßennetz. Darauf aufbauend wurden Maßnahmen für eine leistungsfähige und verträgliche Einbindung des neuen Quartiers in das Kölner Verkehrsnetz entwickelt.
Dabei sollen Fuß- und Radverkehr sowie der öffentliche Nahverkehr gestärkt werden. Die Alfred-Schütte-Allee wird künftig für den Autoverkehr gesperrt und als Fuß- und Radweg gestaltet. Auch Hafenpromenade, Drehbrücke und die „Grünen Gassen“ zwischen den Baufeldern werden autofrei. Mehrere Mobilitätsstationen sollen Angebote wie Car- und Bikesharing, E-Ladestationen und Paketboxen bündeln.
©Visualisierung: moderne stadt / COBE